Gestalttherapie

„Don’t pusch the river. It flows by itself“. Fritz Perls

Die Gestalttherapie begründet ihre Methode in der humanistischen Psychologie. 
Die Gestalttherapie ist in ihrem Charakter experimentell und Wachstums orientiert.
Sie richtet sich auf die augenblickliche persönliche Erfahrung des Menschen.
Die gegenwärtigen Erfahrungen stehen im Mittelpunkt, mit dem was er tut, wie er etwas tut, und welche Auswirkungen das auf das Miteinander hat.
Ziel des Bewusstwerdens ist die Reflexion auf der Prozessebene und Erkennung der dahinter liegenden Strukturen. Als weiteres wichtiges Element aus der Gestalttherapie findet das Wahrnehmen oder die Bewusstheit (awareness) von Kontakt und Grenze Anwendung.
Schließlich ist für die klärungsorientierte Vorgehensweise noch das Element der Gestaltwerdung wichtig.
Damit ist das Streben danach gemeint, etwas nicht vollendetes, eine „offene Gestalt“( Perls Begründer der Gestalttherapie) zu vollenden, zu schließen. Dabei handelt es sich meistens um in der Kindheit erlebte verdrängte Erfahrungen oder traumatische Erlebnisse die im Erwachsenenalter in den Beziehungen wiederholt werden. Auf dem Prinzip des „Figur-Hintergrund-Modells“ können Begebenheiten aus der Vergangenheit in der Gegenwart erfahrbar gemacht und durchlebt werden (z.B. verdrängten Gefühlen  Raum zu geben) dadurch besteht die Möglichkeit, dass alte unverarbeitete Situationen beendet werden können (Schließen der Gestalt ), und daraus entsteht Veränderung und Bewegung im jetzigen Leben.

Literatur:

Fritz Perls: Gestalt Wachstum – Integration, ( Junfermann-Verlag 1985)
Martin Buber:Zwiesprache Traktat zum dialogischen Leben, (Verlag Lambert Schneider Heidelberg 1983)
Claudio Naranjo:Gestalt: Präsenz, Gewahrsein, Verantwortung (Schönau 1996)

 

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