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Leben ist im wesentlichen ein unteilbares Ganzes ... Roberto Assagioli

Die Psychosynthese ist ein ganzheitlicher Ansatz der die tiefenpsychologischen (personalen) wie auch die spirituellen (transpersonalen) Dimensionen der menschlichen Erfahrung integriert.

Aus der Sicht der Psychosynthese beinhaltet Persönlichkeitsentwicklung nicht nur eine Förderung unserer Fähigkeiten im Umgang mit der praktischen Realitäten des Lebens. Ebenso wird unser Streben nach Verwirklichung von Liebe, Weisheit, Intuition, Kreativität und andere Qualitäten des Bewusstseins ernstgenommen und unterstützt.

Der Begründer der Psychosynthese R. Assagioli betonte die Wichtigkeit des Zusammenspiels von Liebe und Wille um allen Bereichen des Lebens eine konstruktive Richtung zu geben. Dann können individuelle Entwicklung und Gemeinschaftsleben miteinander im Einklang stehen und wir finden immer wieder Lösungen.

Unsere Persönlichkeit hat viele Facetten, die uns mit ihren verschiedenen oder sogar gegensätzlichen Tendenzen in innere Widersprüche verstricken kann. Das Konzept der Teilpersönlichkeiten oder des „Inneren Teams“ in der Psychosynthese ist ein kreativer Weg, diese innere Vielfalt zu einer fruchtbaren Ganzheit zu führen und die Persönlichkeit zu harmonisieren.

Die Psychosynthese wird oft als Psychologie der Zukunft definiert und geht weit über die Psychoanalyse hinaus. Sie wurde entwickelt als Psychologie des gesunden Menschen. Die Psychosynthese ist nicht nur eine Therapie sie ist auch Lebensphilosophie, eine Psychologie für den Menschen der wachsen will.

Literatur:
Ulla Pfluger-Heist - In der Seele liegt die Kraft, Was unser Leben trägt, 2008 Nawo-Verlag
Roberto Assagioli - Die Schulung des Willens, 1982 Junfermann Verlag



"Don’t pusch the river. It flows by itself". Fritz Perls

Die Gestalttherapie begründet ihre Methode in der humanistischen Psychologie.
Die Gestalttherapie ist in ihrem Charakter experimentell und Wachstums orientiert.
Sie richtet sich auf die augenblickliche persönliche Erfahrung des Menschen.

Die gegenwärtigen Erfahrungen stehen im Mittelpunkt ,mit dem was er tut, wie er etwas tut, und welche Auswirkungen das auf das Miteinander hat.

Ziel des Bewusstwerdens ist die Reflexion auf der Prozessebene und Erkennung der dahinter liegenden Strukturen. Als weiteres wichtiges Element aus der Gestalttherapie findet das Wahrnehmen von Kontakt und Grenze Anwendung auch wie Kontakt unterbrochen wird. Schließlich ist für die klärungsorientierte Vorgehensweise noch das Element der Gestaltwerdung wichtig.

Damit ist das Streben danach gemeint, etwas nicht vollendetes, eine „offene Gestalt“( Perls Begründer der Gestalttherapie) zu vollenden, zu schließen. Dabei handelt es sich meistens um in der Kindheit erlebte verdrängte Erfahrungen oder traumatische Erlebnisse die im Erwachsenenalter in den Beziehungen wiederholt werden. Auf dem Prinzip des „Figur-Hintergrund-Modells können Begebenheiten aus der Vergangenheit in der Gegenwart erfahrbar gemacht und durchlebt werden (z.B. verdrängten Gefühlen endlich Raum zu geben) dadurch besteht die Möglichkeit dass alte unverarbeitete Situationen beendet werden können (Schließen der Gestalt ) und daraus entsteht Veränderung und Bewegung im jetzigen Leben.

Literatur:
Fritz Perls - Gestalt Wachstum – Integration, 1985 Junfermann-Verlag
Martin Buber - Zwiesprache Traktat zum dialogischen Leben, 1983 Verlag Lambert Schneider Heidelberg





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